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Geboren 1939 in Rovello Porro (CO), Italien.
Studium an der Kunstakademie in Mailand.
Einige Ausstellungen: 1966 Milano Palazzo della Permanente, 1978 Gavirate chiostro di Voltorre, 1980 Genova Galleria Unimedia, 1981 Losanna Musée Cantonal des Beaux-Arts, 1982 Pescara Studio Cesare Manzo, 1984 Milano Galleria Il Luogo di Gauss, 1996 Milano Living Art Gallery, 1997 Torino Galleria VSV, Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto, 2004 Saronno Galleria Il Chiostro arte contemporanea, 2006 Ratingen städt. Museum, 2012 Torino Galleria Allegretti, 2016 Pavia Università degli studi Collegio Cairoli, 2017 Lugano Centro esposizioni.
Lebt in Saronno (VA), Italien.

Das Innewohnen und das Transzendentale, Chaos und Logos, Tod und Mensch, das Gute und das Böse, das Hohe und das Niedere – diese Gegensätze suche ich zusammen zu bringen. Ich will das Aufeinanderprallen von zwei Gesetzmäßigkeiten, beide legitim, visualisieren, auch wenn das eine im Widerspruch zum anderen steht, denn zuerst war nicht die Philosophie da, sondern das Leben.

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In einem schwarz gestrichenen Raum hängen zwei Gemälde einander gegenüber. Beide gleichzeitig sind nicht zu sehen, da eines der Bilder Objektcharakter hat und in einem dicken Holzkasten verborgen ist. Dieses kleinere Bild ist über dem Waschbecken angebracht, dort, wo sonst der Spiegel hängen könnte.

Statt in einen Spiegel schauen wir als Betrachter auf eine Feuerfront am Waldrand. Es handelt sich offensichtlich um das Höllenfeuer oder um eine Symbolisierung des „Antoniusfeuers“, einer durch Ergotaminvergiftung hervorgerufenen Erkrankung, bei der Arme und Beine durch Gefäßverengung ein brennendes Gefühl ausstrahlen.

Diese Darstellung über das funktionierende Waschbecken zu hängen, holt die ursprünglich mit vielen mystisch-religiösen Vorstellungen beladende Krankheit zurück in die Realität des Hier und Jetzt: Dieses Feuer ist zu löschen – aber die spirituelle Sehnsucht bleibt bestehen.

Richten wir unseren Blick nach rechts, scheint uns das zweite Bild einen Ausweg aus dem bedrückend schwarzen Raum aufzuzeigen.

Durch einen breiten gemalten Rahmen hindurch blicken wir auf den betenden Hl Antonius vor der Kulisse des Lago Maggiore. Wie ein Schlupfloch wirkt diese Idylle. Hier scheint sich eine Möglichkeit zu eröffnen, diesen dunklen Raum, diese dunkle Welt, die „monströse Natur“, wie Greco ein zusätzlich im Garten aufgehängtes Bild betitelt hat, meditierend zu überwinden, zu verlassen.