.

Geboren 1936 in Gießen. 1953 - 1957 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und an der Werkkunstschule in Darmstadt. Erste Raumobjekte 1984, ein Jahr später Beginn der Arbeit mit geknitterten Papieren, die bis heute für ihre Bildobjekte und Rauminstallationen typisch sind. Lebt in Mainz.

www.lore-bert.com
de.wikipedia.org/wiki/Lore_Bert

Die Installation von Lore Bert lässt sich verstehen als Lösung, als Überwindung der seelischen Konflikte des Antonius, als seine Heiligsprechung gewissermaßen. Der Raum besteht zwar aus zwei getrennten Kammern und erinnert somit an die Möglichkeit einer Spaltung oder Verdrängung, er ist aber rechts wie links spiegelbildlich gleich in Weiß und Rot gestaltet. Neben dem jungfräulich-heiligen Weiß der gefalteten Papiere auf dem Boden erhebt sich an den Wänden jeder Kammer das T-Zeichen des Antonius in einem Kreis. Sowohl der Kreis als auch das T (als an den letzten Buchstaben im altsemitischen Alphabet erinnerndes Zeichen) stehen für Vollendung. Die Versuchungen und die Kämpfe des Antonius sind ausgefochten, das Ziel ist erreicht. Auf der individuellen Ebene wäre es die Ruhe und Ausgeglichenheit, vielleicht sogar eine abgeklärte Heiterkeit und Leichtigkeit, wie sie in dieser Installation anklingt, auf der überindividuellen Ebene wäre es die Heiligsprechung, die Vollendung, die in dieser Installation ihren Ausdruck findet.