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Geboren 1950 in Valencia (Spanien). Studium an der Akademie St. Carlos in Valencia. Arbeitet als Bildhauer und Maler seit 1977 in Deutschland, wobei für seine plastischen Arbeiten das Zusammenspiel von Stahl und Stein typisch ist. Lebt und arbeitet in Barcelona und Köln.

www.asensi.de

„Der Maler ist Herr und König über alles Seiende, ihm gehören Länder und Meere und Tiere, er kann alles haben, indem er es zeichnet.“ So hat es Ernst Ludwig Kirchner einmal formuliert – der Künstler als Demiurg, als Halbgott, als Weltbaumeister von eigenen Gnaden. Kann es da verwundern, wenn ein Künstler konsequent weiterdenkt und sich – wenn schon nicht das eigenen Museum – so doch seinen eigenen Altar baut?

Enrique Asensi zeigt uns eine in Bronze gegossene Größenphantasie, in die unmissverständlich sein Name eingeschrieben ist. Im Rahmen des Projekts „Die Versuchung des Hl. Antonius“ stellt er sich an die Stelle des Heiligen auf den Altar! Diese grandiose, narzisstische Phantasie, dieser allen Menschen innewohnende Drang nach Ruhm und Unsterblichkeit wird allerdings ironisch gebrochen. Mit Blumen, Kerzen und einem eigenen Jugendbild inszeniert sich der Künstler als Verstorbener.

Wenn wir nun allerdings feststellen, dass sowohl das Werk als auch das Foto rund 25 Jahre alt sind, tauchen zwei neue Themen auf. Es geht einerseits um Vergänglichkeit, andererseits aber auch um die Hartnäckigkeit von Lebensthemen. Warum sonst hätte der Künstler diesem Werk seine Aktualität zurückgeben sollen?