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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Cinzia Ruggeri (2003)

Arbeit als Designerin für Möbel, Kleidung und Accessoires sowie als Künstlerin gleichermaßen. 1981 Teilnahme an der Biennale in Venedig. Lebt in der Nähe von Santa Maria di Leuca (LE), Italien.

www.cinziaruggeri.com

Worin kann heutzutage noch eine Versuchung bestehen für die eigene künstlerische Arbeit? Sind nicht schon alle Tabus gebrochen und alle künstlerischen Formen ausgelotet worden? Dass dies nicht so ist, zeigen auf gesellschaftlicher Ebene die Diskussionen um die Gentechnik, die Euthanasiegesetzgebung in Holland und Belgien sowie die Auseinandersetzungen um die Political Correctness.

Konnte es eine Versuchung sein, den kleinsten Raum innerhalb des Projekts „Lo Spirito del Lago 2003“ zu gestalten? Und sind nicht „unkünstlerische Materialien“ wie Stofftiere (trotz Annette Messager oder Mike Kelley) und Objekte aus Nahrungsmitteln (trotz Dieter Rot oder Joseph Beuys) immer noch eine Herausforderung? Bleibt Kitsch nicht trotz Jeff Koons ein heißes Eisen? Alle diese Aspekte kommen in der Installation von Cinzia Ruggeri zusammen. Es ist diese geballte Ladung, die manchen Kunstfreund schnell wieder aus dem kleinen Raum, wo er gebückt stehen muss, vertreibt. Dass die Künstlerin hier nun auf das Thema der Sexualität als eines der Standardthemen der Versuchung in allen Jahrhunderten fokussiert hat, erscheint fast nur noch von untergeordneter Bedeutung.