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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Ferdinando Greco (2003)

Geboren 1939 in Rovello Porro (CO), Italien. Studium an der Kunstakademie in Mailand. Als Zeichner und Maler oft großformatiger Bilder einer expressiven-erzählenden Darstellungsweise verbunden. Lebt in Saronno (VA), Italien.

In einem schwarz gestrichenen Raum hängen zwei Gemälde einander gegenüber. Beide gleichzeitig sind nicht zu sehen, da eines der Bilder Objektcharakter hat und in einem dicken Holzkasten verborgen ist. Dieses kleinere Bild ist über dem Waschbecken angebracht, dort, wo sonst der Spiegel hängen könnte.

Statt in einen Spiegel schauen wir als Betrachter auf eine Feuerfront am Waldrand. Es handelt sich offensichtlich um das Höllenfeuer oder um eine Symbolisierung des „Antoniusfeuers“, einer durch Ergotaminvergiftung hervorgerufenen Erkrankung, bei der Arme und Beine durch Gefäßverengung ein brennendes Gefühl ausstrahlen.

Diese Darstellung über das funktionierende Waschbecken zu hängen, holt die ursprünglich mit vielen mystisch-religiösen Vorstellungen beladende Krankheit zurück in die Realität des Hier und Jetzt: Dieses Feuer ist zu löschen – aber die spirituelle Sehnsucht bleibt bestehen.

Richten wir unseren Blick nach rechts, scheint uns das zweite Bild einen Ausweg aus dem bedrückend schwarzen Raum aufzuzeigen.

Durch einen breiten gemalten Rahmen hindurch blicken wir auf den betenden Hl Antonius vor der Kulisse des Lago Maggiore. Wie ein Schlupfloch wirkt diese Idylle. Hier scheint sich eine Möglichkeit zu eröffnen, diesen dunklen Raum, diese dunkle Welt, die „monströse Natur“, wie Greco ein zusätzlich im Garten aufgehängtes Bild betitelt hat, meditierend zu überwinden, zu verlassen.