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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Horst Gläsker (2003)

Geboren 1949 in Herford, lebt in Düsseldorf. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, mehrere Professuren und Gastprofessuren in Kassel, Münster, Braunschweig. Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum. Aktionen und Konzerte mit Klangskulpturen.

www.horst-glaesker.de
de.wikipedia.org/wiki/Horst_Gläsker

Winzig klein, ja geradezu unbedeutend nimmt sich die Gestalt des Hl. Antonius in der Installation von Horst Gläsker aus. Und der offensichtlich erregte Heilige scheint nicht mehr im Kopf zu haben, als einer holden Schönen auf allen Vieren hinterher zu kriechen. Wenn er dieser Versuchung nicht wiedersteht, so ist zu befürchten, wird es ihm bald nicht besser ergehen als Sokrates mit seiner Xanthippe, die bekanntlich auf ihm zu reiten pflegte. Viel schlimmer aber ist, dass der zukünftige Heilige gar keine Augen hat für die von überall auf ihn einstürmenden bösen Geister mit verzerrten Fratzen und gefletschten Zähnen. Klein und unscheinbar wie der Heilige auf der berühmten Radierung von Jacques Callot (1635) hat Horst Gläsker seinen Protagonisten in einen als Palette verwendeten Farbeimerdeckel integriert. Dieser Antonius steht wahrlich noch ganz am Anfang seiner Versuchung – es ist sogar die Frage, ob er den Kampf überhaupt schon aufgenommen hat. Vielleicht befindet sich das Geschehen ja noch wirklich auf der Palette, dort, wo die Farben erst angerührt werden, um später auf der Leinwand zu Figuren geformt zu werden.