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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Peter Gilles (2003)

Geboren 1953 in Köln; gestorben 2017 daselbst – Nachruf.

Studium an den Kölner Werkkunstschulen. Seit 1968 Verwendung von eigenem Blut in Aktionen sowie als Grundlage für Zeichnungen und Bilder. Lebte in Köln und Stresa (VB), Italien.

www.petergilles.de

Aus psychologischer Sicht lässt Peter Gilles uns als Betrachter den Grundkonflikt des Heiligen miterleben. Die dunkle Seite des Antonius, das Verdrängte und vielleicht sogar Abgespaltene der Persönlichkeit ist übermächtig geworden, hat sich in Form einer schwarzen Büste lebensgroß auf einen schwarzen Sockel erhoben. Ihr gegenüber liegt auf dem Fußboden der blutüberströmte weiße Kopf, sozusagen der bewusste, der geschlagene Teil. Dass es sich bei beiden Plastiken um gleichgeformte Abgüsse des Kopfes des Künstlers handelt, verweist auf den inneren Kampf des Heiligen wie des Künstlers gleichermaßen.

Von der Seite blickt hämisch grinsend die schöne, goldgelockte Verführerin, die ihr Antlitz des Todes glaubt gar nicht mehr verstecken zu müssen. Und im Zentrum der Installation brennende Kerzen, das Feuer des Kampfes. Dass die Flammen in Form eines weiblichen Genitales gestellt sind, greift eine immer wieder neu gestaltete Grundthematik im Werk des Künstlers auf: Die Phänomene des Übergangs, der Geburt in eine neue Welt, eine Initiation also. So verweist Peter Gilles aus der Dramatik des Geschehens heraus auf die mögliche Wandlung, auf die Lösung für den hier tobenden innerseelischen Konflikt.