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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Francesco Garbelli (2003)

Lebt und arbeitet in Mailand, wo er 1990 am Polytechnikum sein Studium abschloss. Eigene künstlerische Arbeit vor allem als „ikonografischer Konzeptkünstler“ seit Anfang der achtziger Jahre.

www.francescogarbelli.com

Eine archäologische Situation?! In einem Raum, dessen Putz über Jahrhunderte Stück um Stück von der Wand gebröckelt ist, haben sich einige Fresken wie Inseln im Meer der Zerstörung erhalten. Hier ein Teil eines aufgedunsenen Leibes, dort betende Hände, zwei Kerzen und vor allem – unverkennbar – das Haupt des Hl. Antonius.

Die Installation von Francesco Garbelli suggeriert ein – oder gar mehrere? – herrliche Wandgemälde, die vor langer Zeit diesen Raum ausgekleidet haben. Werden wir hier Zeuge der Restaurierung einer kunsthistorischen Sensation?

Bei genauerer Betrachtung würden Kunsthistoriker in einem Porträt den Kopf eines Verdammten entdecken, den sie aus der Sixtinischen Kapelle zu kennen glauben, während ein Totenschädel unmittelbar einem großem Fresco in Pisa entsprungen zu sein scheint. Und damit sind wir beim aktuellen Thema:

Francesco Garbelli baut uns eine Brücke von der Jetztzeit zu den seit Jahrhunderten gestalteten Themen im Umkreis der „Versuchung des Hl. Antonius“. Es sind die Fragmente einer Meßlatte, auf die heutige Künstler in ihren Arbeiten Bezug nehmen wollen und müssen.