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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Harald Fuchs (2003)

Geboren 1954 in Rehau / Oberfranken. Nach Studium des Graphik-Designs und der freien Graphik Arbeit mit Malerei, Zeichnung und Installationen im Grenzgebiet von Kunst und Wissenschaft. Seit 1992 Professor für zeichnerische Darstellung an der Fachhochschule Düsseldorf. Lebt in Köln.

www.haraldfuchs.com
de.wikipedia.org/wiki/Harald_Fuchs_(Künstler)

Worin bestehen Versuchungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Eine der größten hat sich den Menschen in Form der Gentechnik eröffnet. Das Erbmaterial einer Zelle kann in eine andere implantiert werden, nie geahnte und von der Natur nicht vorgesehene neue Geschöpfe lassen sich im Labor züchten. Dies ist das Thema der Installation „In vitro veritas“ von Harald Fuchs: In unseren Köpfen und Reagenzgläsern entscheidet sich, welche Tabus wir zu brechen bereit sind.

Mit Schwarzlicht beleuchtet der Künstler zwei frei im Raum schwebende Vorhänge. Auf dem vorderen ist das Anstechen einer Eizelle dargestellt. Männer und Frauen sind gleichermaßen verführt, das genetische Design ihres Kindes selber zu bestimmen. Noch einen Schritt weitergetrieben wird dieses Thema auf dem zweiten, fast noch verdeckten Vorhang. Hier geht es um die Transplantation des menschlichen Hautzellkerns in die Eizelle eines Kaninchens. Das zugrunde liegende Foto wurde in einem Labor in China aufgenommen. Es werden ganz real Chimären gezeugt, die denen der bildkünstlerischen Phantasie von Hieronymos Bosch entsprungenen nicht nachstehen dürften. Vorhang auf! Was werden wir auf dieser Bühne zu sehen bekommen?