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2017: Frühjahrsfest mit Auktion

Mit dem eigenen Blut gemalt:
Nachruf auf Peter Gilles

2016: My way

Floating Piers:
Der Ausflug mit unserem Förderverein

Rabenschwarz in Bamberg:
Das Kunstprojekt unterwegs

2015: Das Haar in der Suppe –
Il pelo nell’uovo

2014: Die Geister, die ich rief –
Spiriti evocati

2013: Kangaroo –
non ti capisco

2012: Lust for Life

2011: Quergänger –
Solo i pesci morti seguono la corrente

2010: Il Sogno Segreto –
Der geheime Traum

2009: Paradies – der dreizehnte Gesang

2008: Tabula rasa

2007: Disgelo – Eisschmelze

2006: Humilitas – Mut und Demut

2005: Il Ponte del Diavolo –
Teufelsbrücke

2004: È bella la Bestia?

2003: Die Versuchung des heiligen Antonius

2002: Hic sunt Leones

Enrique Asensi (2003)

Geboren 1950 in Valencia (Spanien). Studium an der Akademie St. Carlos in Valencia. Arbeitet als Bildhauer und Maler seit 1977 in Deutschland, wobei für seine plastischen Arbeiten das Zusammenspiel von Stahl und Stein typisch ist. Lebt und arbeitet in Barcelona und Köln.

www.asensi.de

„Der Maler ist Herr und König über alles Seiende, ihm gehören Länder und Meere und Tiere, er kann alles haben, indem er es zeichnet.“ So hat es Ernst Ludwig Kirchner einmal formuliert – der Künstler als Demiurg, als Halbgott, als Weltbaumeister von eigenen Gnaden. Kann es da verwundern, wenn ein Künstler konsequent weiterdenkt und sich – wenn schon nicht das eigenen Museum – so doch seinen eigenen Altar baut?

Enrique Asensi zeigt uns eine in Bronze gegossene Größen-phantasie, in die unmissverständlich sein Name eingeschrieben ist. Im Rahmen des Projekts „Die Versuchung des Hl. Antonius“ stellt er sich an die Stelle des Heiligen auf den Altar! Diese grandiose, narzisstische Phantasie, dieser allen Menschen innewohnende Drang nach Ruhm und Unsterblichkeit wird allerdings ironisch gebrochen. Mit Blumen, Kerzen und einem eigenen Jugendbild inszeniert sich der Künstler als Verstorbener.

Wenn wir nun allerdings feststellen, dass sowohl das Werk als auch das Foto rund 25 Jahre alt sind, tauchen zwei neue Themen auf. Es geht einerseits um Vergänglichkeit, andererseits aber auch um die Hartnäckigkeit von Lebensthemen. Warum sonst hätte der Künstler diesem Werk seine Aktualität zurückgeben sollen?